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Meine Erinnerung beginnen irgendwo Ende der 70iger Jahre. Soweit ich mich noch erinnern kann, gab es im ehemaligen Kulturhaus Worbis (heute als Glashaus bekannt) bereits einen Jugendclub, welchen ich auch mal besucht habe. Damals war ich aber noch sehr jung, so das der Jugendclub noch nicht das Richtige für mich war und auch die Erinnerungen sind sehr blaß. Dieser Jugendclub wurde jedenfalls irgendwann aufgelöst, so das die Stadt Worbis erst einmal keinen Jugendclub mehr besaß. Anfang der 80iger als ich ich das Teenageralter kam, trafen wir uns immer am Stadion, meist auf der hinteren Treppe in der Nähe des Friedhofes oder der sogenannten "Bumbskuhle" seitlich neben der Treppe. Beides existiert heute nicht mehr. Dieser "Jugendtreff" wurden regelmäßig und gut besucht von den Jugendlichen der Stadt Worbis und Umgebung. Etwas später traf man sich dann unter dem "gelbe Dach" neben dem Hallenbad in Worbis.
Hier hatte man doch schon, im Gegensatz zur Treppe einen wettergeschützen Ort. Die Anzahl der Jugendlichen welche sich dort trafen, wuchs ständig. Am 27.04.1987 eröffnete der neue Jugendclub in der Stadt Worbis am Stadion. Renato Pietsch Der 27. April 1987 war ein großer Tag für die Jugend in Worbis: Ihr erstes eigenes Klubhaus wurde eingeweiht. Bis dahin traf man sich heimlich unterm "gelben Dach", hinter der Sauna zwischen dem heutigen Club und dem Hallenbad. 1986 war dann endlich Baustart für ein eigenes Domizil. Mit geringem Kostenaufwand für die Stadt Worbis, denn Lehrlinge des Kreisbaubetriebes übten hier an einem "Jugendprojekt". Chef im Treff wurde damals Bernd Kuhn, in Jeans und T-Shirt kaum von seinen jugendlichen Gästen zu unterscheiden. Der gestrenge Klubleiter wollte er auch nie sein, vielmehr mit den Mädchen und Jungen was auf die Beine stellen. Und das hat prima geklappt. Der Worbiser Nachwuchs hat die Veranstaltungen meist selbst organisiert. Ob Tanz, Theater, Kabarett, Puppenspiel oder sportliche Aktivitäten - im Jugendklub der kleinen Wipperstadt kam niemals Langeweile auf. Dabei waren die Aktivitäten keineswegs nur auf das Haus am Stadion beschränkt. In den Ferien und an Wochenenden, zum Maisprung oder anderen traditionellen Feiertagen ging es mit Sack und Pack auf Tour. Bis zur Wende waren diesen Ausflügen natürlich Grenzen gesetzt. Aber auch die Zeltlager im Luttergrund sind allen Beteiligten in guter Erinnerung geblieben. Auch nach dem Fall der Mauer gelang es, die eingeschworene Gemeinschaft aufrecht zu erhalten. Nun führten die Ausflüge zum Beispiel an die Côte d´Azur, aber auch in die Prager Botschaft oder an die Berliner Mauer, wo man die friedliche Revolution fast noch miterleben konnte. Der Wechsel der Gesellschaftsordnung bringt nicht nur die große Freiheit, sondern auch ganz neue Probleme mit sich, begriffen Bernd Kuhn und seine jungen Freunde ganz schnell. Sehr früh beschäftigten sie sich mit der rechten Szene, suchten das Gespräch mit Jugendlichen aus diesem Milieu und nahmen gleichzeitig engen Kontakt mit den neu entstandenen Asylbewerberheimen auf."Wir haben mit wenigen Mitteln viel gemacht", erinnert sich der damalige Klubleiter an die Zeiten damals. Er habe sich immer auf die Worbiser Jugend verlassen können, die ihren Klub nicht nur selbst mit ausgebaut, eingerichtet und dann wie selbstverständlich auch in Ordnung gehalten hat. Auch daran, dass die Einrichtung bald einen guten Ruf im ganzen Landkreis hatte, haben die Mädchen und Jungen mitgewirkt. So manches Mal sei ein Kartenvorverkauf nötig gewesen, um dem großen Andrang Herr zu werden. Die Diskothek im Glashaus gehe gewissermaßen auf dieses Engagement zurück. Denn die Jugendlichen der Stadt hatten damals die Idee, im Foyer des einstigen Kulturhauses Diskos zu organisieren. Dazu wurden auch die DJs vom Jugendklub P1 aus Uder eingeladen. Die Brüder Thunert entschlossen sich dann, die Diskothek in Worbis professionell aufzuziehen.Rund zwei Jahrzehnte liegen die schönen Zeiten nun zurück. Und immer wieder kam der Wunsch auf, sich mit den Leuten von damals nochmal zu treffen, sich gemeinsam an die tollen Erlebnisse zu erinnern und einen netten Abend miteinander zu verbringen. Seit 1994 läuft der Worbiser Jugendklub unter der Regie der Diakonie. Die neue Klubleitung stand dem Wunsch sehr offen gegenüber, sodass nun ein Termin für die Party gefunden werden konnte: der 6. September. Ab 19 Uhr sind alle, die sich noch gut an die Anfänge des Jugendklubs erinnern können und sich diesem bis heute verbunden fühlen, herzlich in ihren alten Treff eingeladen. Die Organisatoren bitten jedoch darum, sich bis Ende August kurz per E-Mail an die Adresse
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anzumelden, damit abgeschätzt werden kann, wie viele Gäste kommen. Thüringer Allgemeine
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